In einem ausführlichen Telefonat zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem chinesischen Ministerpräsitenten Wen Jiabao am letzten Freitag wurden unter anderem deutsche Politiker nach Tibet eingeladen, um sich dort selbst ein Bild von der Lage in der autonomen Region zu machen. Beide Regierungschefs drückten in dem Gespräch vor allem ihren Willen aus, die bilateralen Beziehungen und den gegenseitigen Besucheraustausch zu intensivieren. Nach dem Empfang des Dalai Lama und der damit einher gegangenen Abkühlung der deutsch-chinesischen Beziehungen, ist dies ein deutlicher Schritt in Richtung Entspannung. Bundeskanzlerin Merkel bekräftigte in diesem Zuge allerdings auch das Festhalten der Bundesregierung an der Ein-China-Politik.