Protest von Studenten tibetischer Medizin in Lhasa wegen zu niedriger Stellenquoten
10. Oktober 2010
Wie die internationale Gesellschaft für Menschenrechte berichtet, hat sich die schwierige Lage der Tibeter in ihrer, von Chinsesen besetzten Heimat bislang nicht zufriedenstellen verbessert. Am 2. September protestierten wieder zahlreiche tibetisch Studenten gegen das mangelnde Stellenangebot für die in der traditionellen tibetischen Medizin arbeitenden Ärzte.
Nach Abschluss des Studium seien zahlreiche Tibeter arbeitslos. Auch das kurze Aufkeimen einer Hoffnung durch den Besuch eines chinesischen Regierungsvertreters in den abgelegenen Gegenden Tibets verlief im Sande. Zwar stellte er einen dringenden Bedarf fest, doch an der derzeitigen Quote von 60 Stellen änderte sich auch in diesem Jahr nichts. Die übrigen der insgesamt 256 abgehenden Absolventen des Instituts für traditionelle tibetische Medizin bekommen keinen Job.
Problematisch ist zudem die Forderung der staatlichen Prüfungskommission, nach der eine perfekte Beherrschung der chinesischen Sprache für die Prüflinge verpflichtend ist. Viele Kandidaten, die zwar ihr fachliches Können perfekt beherrschen, scheitern an dieser Hürde. Und auch die Proteste selbst gehen mit nicht unerheblichen Problemen einher. So ist allein die Organisation solcher Aktionen mit großen Risiken behaftet, etliche tibetische Studenten wurden bereits im Vorfeld festgenommen, allein aufgrund der Tatsache, dass sie sich gegenseitig Textnachrichten sandten. Konkrete Einzelheiten ans Licht zu bringen ist beinahe unmöglich und nicht selten sind Studenten einfach verschwunden.
